Intensivprophylaxe-Programm an Bremer Grundschulen

Nach aktuellen Studien zur Zahngesundheit ist in Deutschland generell ein Rückgang der Karies bei Kindern zu verzeichnen. Jedoch weist ca. ein Drittel der Kinder überdurchschnittlich mehr Karies auf. Diese Gruppe von Kindern ist hauptsächlich in sozial schwachen Familien zu finden.

Deshalb hat die LAJB ein spezielles Programm für Kinder mit erhöhtem Kariesrisiko entwickelt. Diese Kinder bedürfen dringend einer zahnärztlichen Behandlung, um weitere Zahnschäden zu vermeiden.

Seit dem Schuljahr 2005/06 führen wir an 7 Grundschulen in Bremen ein Intensivprophylaxe-Programm von der 1. bis zur 4. Klasse durch.

Der Befund der Reihenuntersuchung der Schulzahnärzte vom Gesundheitsamt Bremen stellt die Bedürftigkeit der Kinder fest.

Zusätzlich zum regelmäßigen Zahngesundheitsunterricht erhalten diese Kinder eine Intensivbetreuung von zwei Schulstunden in kleinen Gruppen zweimal im Schuljahr. Insbesondere werden die Kinder zum Zahnarztbesuch motiviert und auf eine zahnärztliche Behandlung vorbereitet.

Den Kindern gefällt das intensive Miteinander genauso wie die besondere Zuwendung. Der gemeinsame Besuch der Gruppe beim Patenschaftszahnarzt stellt ein besonderes Erlebnis für die Kinder dar.

Außerdem erhalten die Kinder eine Fluoridierung in Form von Gelee und Fluid, um die Widerstandsfähigkeit der Zähne zu erhöhen und die Ausbreitung der Karies zu stoppen.

Diese Betreuung ersetzt keine Behandlung beim Zahnarzt.

Die Teilnahme am Intensivprophylaxe-Programm ist freiwillig und kostenfrei.

Zusammenfassend können wir sagen, dass die Resonanz des Intensivprophylaxe-Programms in den Schulen sehr positiv ist. Die Kinder haben ein besseres Gefühl für die Zahngesundheit ihrer Zähne bekommen und erste Erfolge durch zahnärztliche Behandlungen sind zu sehen.